Sex nach der Geburt
15. 07. 2019
Tipps für besseren Sex

Sex nach der Geburt

Sex in der Schwangerschaft hast du gemeistert – jetzt kommt Sex nach der Geburt. Hier sind Tipps, um sanft wieder einzusteigen und es wieder zu genießen.<\/p>

Du hast Sex in der Schwangerschaft gemeistert – jetzt kommt die nächste Herausforderung: Sex nach der Geburt. Keine Sorge – hier sind praktische Tipps, wie ihr sanft wieder einsteigt und das Schlafzimmer wieder genießt.

Wie zu erwarten, kann Sex nach der Geburt eher schmerzhaft als lustvoll sein – besonders nach einer vaginalen Entbindung (überraschenderweise mitunter auch nach einem Kaiserschnitt). Deine Vagina hat sich über ihre Grenzen hinaus gedehnt, es kann Risse oder einen Dammschnitt gegeben haben, und Nähte machen schon das Sitzen unangenehm – Sex erst recht.

Auch die Libido hat Hürden: Schlafmangel und echte Lustkiller – eingetrockneter Babysabber am Pyjama, ein Berg Minisocken am Bettenende, Windelcreme auf dem Nachttisch, wo früher Massageöl stand, und die Frage, wann du zuletzt geduscht hast. Kein Wunder, dass Sex noch nicht im Kalender steht.

Wirst du wieder Lust bekommen? Ja. Wie alles mit Baby braucht es Zeit und Geduld.

Was erwartet dich – und wie kommt ihr zurück zu einem lustvollen, erfüllenden Sexleben? Egal, ob du es kaum erwarten kannst oder unsicher bist: Nimm dir Zeit und geh Schritt für Schritt – das ist der Schlüssel für Sex nach der Geburt.

Wie lange sollte ich warten?

Es gibt keine Einheitsantwort, aber die meisten Ärzte empfehlen 4–6 Wochen nach einer vaginalen Geburt. Selbst mit Freigabe gilt: Langsam angehen. Neben der Heilung passt ihr euch an einen neuen Menschen an – weniger Schlaf, neue Routine.

Was kann ich erwarten?

Nach der Geburt tritt dein Körper in eine Heilungsphase – der Muttermund schließt sich, die Blutung endet, Wunden heilen über einige Wochen. Schwangerschaft und Geburt verändern deinen Körper und dein Sexleben stark. Hier sind typische Themen.

Vaginale Trockenheit

In den Tagen nach der Entbindung fällt der Östrogenspiegel auf das Vor‑Schwangerschafts‑Niveau – beim Stillen noch tiefer. Östrogen unterstützt die natürliche Lubrikation, also steigt bei niedrigen Werten die Wahrscheinlichkeit für Unbehagen oder Schmerzen bei Penetration.

Was hilft?

Macht wasserbasiertes Gleitgel zu eurem besten Freund – es reduziert Reizungen.

Weniger Elastizität

Eine vaginale Geburt kann die Muskulatur des Vaginalkanals vorübergehend dehnen – was Penetration unangenehmer machen kann. Diese Muskeln brauchen Zeit, um Kraft und Tonus zurückzuerlangen.

Was hilft?

Kegel‑Übungen erhöhen die Durchblutung und helfen, den vaginalen Muskeltonus schneller wiederherzustellen. Mehr dazu im Artikel: Kegels – alles, was du wissen musst.
Du kannst auch
Vaginalkugeln probieren. Sie unterstützen die Rückbildung und pushen Libido und Lust.
Erwäge Gewichtskugeln, bei denen du ständig anspannen musst, um sie zu halten – großartiges Training.
Varianten mit Rückholband erlauben dir, mit einem sanften Zug die Intensität zu variieren.

Niedrige Libido

Aufgrund hormoneller Veränderungen (und all dem Rest) ist ein Libidodip normal – kein Grund zur Sorge! Gutes Vorspiel hilft.

Was hilft?

Wenn du dich nicht sexy fühlst oder Schmerzen befürchtest, sprich mit deinem Partner. Bis du bereit für Sex bist, haltet Intimität auf andere Weise. Verbringt kinderfreie Zeit – schon ein paar Minuten morgens oder nach dem Zubettbringen helfen. Zeigt Zuneigung mit Massage – sie entspannt, verbindet und steigert die Lust.

Woran ihr denken solltet, wenn ihr bereit seid

Wenn du soweit bist, machen diese Tipps es leichter: