Was du niemals statt Gleitgel verwenden solltest
07. 09. 2019
Tipps für besseren Sex

Was du niemals statt Gleitgel verwenden solltest

Bevor du zum nächstbesten Schmierstoff greifst: Lies das. Was du niemals statt Gleitgel verwenden solltest – und was du stattdessen wählst.<\/p>

Wenn du dich je gefragt hast, warum Kokosöl in einer Handtasche steckt: Es ist wahrscheinlich eins von drei Dingen – Lippenbalsam, Make‑up‑Entferner oder Notfall‑Gleitgel.

Gleitgel ist großartig für einfachere Orgasmen – und ein Lebensretter, wenn du im Eifer des Gefechts trocken bist. Wenn es leer ist, greift man schnell zum nächstbesten „Schmierzeug“. Bevor du das erstbeste Produkt auf deine intimsten Stellen schmierst, lies das hier.

Während Kokosöl als natürliches Gleitmittel durchaus okay sein kann, kommen hier Produkte, die du niemals als Gleitgel verwenden solltest. Bleib bei Gleitgelen auf Wasser- oder Silikonbasis und meide künstliche Duftstoffe, Farbstoffe und potenzielle Reizstoffe. In der Not greifen viele zu öligen Alternativen oder Produkten mit Inhaltsstoffen, die deine Vagina nicht mag.

Diese gängigen Ersatzstoffe sind aus mehreren Gründen riskant.

Babyöl

Auf den ersten Blick superglitschig, aber Öle sind nicht mit Latex kompatibel (Kondome werden beschädigt) – und für die Gesundheit sind sie auch nicht toll. Öl erhöht das Risiko für bakterielle Vaginalinfektionen. Studien verbinden intravaginale Ölnutzung mit Candida‑Überwuchs, der zu Vaginitis führen kann.

Olivenöl

Köstlich zum Essen und gut für die Haut – aber nicht als Gleitgel. Für Massage und Vorspiel okay, nicht für Penetration. Es zerstört Latexkondome (also weniger – oder kein – Schutz vor STIs und Schwangerschaft) und erhöht das Risiko bakterieller Infektionen.

Lotion

Im Film ein Klischee, weil „immer in der Nähe“, aber Lotionen sind meist voll mit Duftstoffen, Farbstoffen und Parabenen – manche Expert:innen stufen sie als potenzielle endokrine Disruptoren ein – und mehr. Feuchthaltemittel wie Propylenglykol verhindern das Austrocknen, können aber Schwellungen, Reizungen und Entzündungen in der Vagina verursachen. Selbst „natürliche“ Lotionen enthalten das oft. Nicht für den Intimbereich geeignet.

Mineralöle

Mineralöle sind überall – in Kosmetik (Bräunungsöle, Babyöle) und Make‑up, aber auch als Industrie‑Schmierstoffe. Sie stammen aus der Erdöl‑Destillation. Der Körper kann sie aufnehmen, aber sie trocknen empfindliches Genitalgewebe aus – das Gegenteil von dem, was du willst – und erhöhen das Risiko für Mikroverletzungen und Schmerzen. Außerdem verlieren Latexkondome, die Mineralöl ausgesetzt sind, in einer Minute bis zu 90 % ihrer Festigkeit.

Butter

Milchprodukte enthalten Casein‑Protein. Nach dem Workout okay, aber die Fette in Butter werden schnell ranzig. Experimentieren ist schön, aber behalte eine einfache Regel im Kopf: Tierische Proteine haben im Intimbereich nichts zu suchen.

Schlagsahne

Sie hat es dank des Films Varsity Blues (1999) auf diese Liste geschafft – mit der berüchtigten „Schlagsahne‑Unterwäsche“.

Köstlich – aber ein Problem, wenn sie in die Vagina gelangt. Alles Zuckrige (und Schlagsahne hat reichlich) stört den natürlichen pH‑Wert und führt zu Irritationen und höherem Infektionsrisiko, da eine gestörte pH‑Balance die schützende Schleimhaut schwächt. Das gilt für alle Süßigkeiten – halte Schokosauce, Honig, Ahornsirup etc. vom Intimbereich fern.

Speichel

Immer verfügbar und feucht – aber nicht gleitfähig genug, um als Gleitgel zu taugen. Außerdem ist er ein weiterer Übertragungsweg für STIs – wie ungeschützter Oralsex.

Vaseline

Gleitgel soll gleiten lassen – nicht kleben. Vaseline startet glitschig und wird dann klebrig. Sie schließt Bakterien ein, ist schwer abzuwaschen und kann zu Reizungen und Infektionen führen. Wie andere ölbasierte Produkte zerstört Vaseline Latexkondome – erhöht also STI‑ und Schwangerschaftsrisiken.