TANTRASEX – DIE KUNST DER TANTRA ENTDECKEN
21. 12. 2020
Tipps für besseren SexLiebe und Sexualleben

TANTRASEX – DIE KUNST DER TANTRA ENTDECKEN

Wir setzen Tantra oft mit Sex gleich, doch Tantra ist eine eigene Praxis – ein Weg zur Verbindung, mit dem Partner oder mit dir selbst.

Wir setzen Tantra oft mit Sex gleich, aber Tantra ist eine eigene Praxis und bedeutet Verbindung – mit deinem Partner oder mit dir selbst.

Das Wort stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „weben“ oder „Verflechtung von Energie“.

In der Praxis geht es bei Tantra um Erleuchtung: sexuelle und spirituelle Ebenen durch tief meditativen, spontanen, intimen Sex zu transzendieren.

ES GEHT DARUM, DEINEN KÖRPER ZU KENNEN

Wie Yoga stärkt Tantra körperliches und spirituelles Bewusstsein.

Mit regelmäßiger Praxis spürst du deinen Körper, was dir Lust bereitet und wie sich diese Lust anfühlt, viel intensiver. Du fokussierst dich stärker auf deinen Körper, entdeckst Wünsche und Bedürfnisse – und erfüllst sie.

Die Energien beim Tantrasex fließen durch deinen Körper und können deine Orgasmen intensivieren.

HAST DU EINEN PARTNER, GEHT ES AUCH UM SEINEN KÖRPER

Tantra ist nicht nur der Weg in einen höheren Geist‑ und Körperzustand – es hilft auch, eine tiefere, harmonischere Verbindung zum Partner aufzubauen.

Mit der Praxis lernt ihr beide, körperlich bewusst und spirituell präsent zu sein – ihr nährt die Energie, die auch nach dem Sex weiterwirkt.

Tantra lässt euch zudem Aspekte eurer Persönlichkeit erkunden und ausweiten – so lernt ihr den anderen innen wie außen wirklich kennen.

SO STIMMST DU DEINEN GEIST AUF TANTRA EIN

Tantra ist eine spirituelle Praxis – der Geist ist ebenso wichtig wie der Körper.

Du verbindest Körper, Geist und Seele. Ein klarer Mindset und die Bereitschaft, die Komfortzone zu verlassen, helfen, diese drei Teile in Einklang zu bringen.

Versuche:

  • Atmung fokussieren. Nimm dir 10–15 Minuten für tiefe Atemzüge und spüre, was dich beschäftigt – Stress oder unerfüllte Wünsche.
  • Kurzes Dehnen. Versuche beim Dehnen, begrenzende, negative Gedanken loszulassen. Je mehr du ablegst, desto leichter fühlst du dich.
  • Mindestens 15 Minuten täglich journaling. Reflektiere, was dein persönliches oder spirituelles Wachstum blockiert, und löse es schriftlich. Es aufs Papier zu bringen, befreit.

SO BEREITEST DU DEN RAUM AUF TANTRA VOR

Tantra ist holistisch. Es geht nicht nur um Sex oder Orgasmus – es geht um die Reise. Deine Umgebung beeinflusst deinen Mindset direkt – und damit, wie gut du loslassen und genießen kannst.

  • Sorge für angenehme Raumtemperatur. Ist es kalt, heize auf; ist es heiß, nutze AC oder Ventilator.
  • Schaffe eine gemütliche Stimmung mit einer Duftkerze oder mehreren Kerzen für sanftes Licht. Gedimmte Lampen tun’s auch.
  • Erschaffe eine sinnliche Atmosphäre mit Musik, zu der du dich bewegen kannst – mit Partner oder solo.

ERREGUNG SOLO AUFBAUEN

Allein kannst du viele tantrische Prinzipien anwenden. Denke daran: Das Ziel ist nicht zwingend Masturbation – du kannst masturbieren, musst aber nicht.

Meditation

Meditation hilft, Begrenzungen loszulassen. Lenke die Energie nicht nach außen, sondern erde sie. Lass deine Energie in die Erde fließen. Erlaube ihr, sich im Körper aufzubauen und zu verbreiten – und dich zu empowern.

Selbstmassage

Mache es zu einer Ganzkörper‑Erfahrung. Nimm deine Lieblingslotion oder Öl und trage es überall auf. Nimm dir Zeit für Bauch, Leiste, Innenschenkel, Arme, Nacken und Brust.

Masturbation

Ein Orgasmus ist kein Muss. Stattdessen erkunde deine Genitalien und was dir Lust bereitet – und was Lust für dich bedeutet. Probiere neue Berührungen, werde langsamer, sanfter.

ERREGUNG MIT EINEM PARTNER AUFBAUEN

Denke daran: Tantra muss nicht in Sex münden. Es ist viel mehr. Du kannst tantrische Prinzipien in andere Praktiken integrieren, die Intimität vertiefen.

Vorspiel

Vorspiel kann alles sein, was ihr mögt – Oral, Massage, gemeinsam duschen. Was immer ihr macht: Bleibt ganz im Moment.

Sitzt euch gegenüber und blickt euch in die Augen. Beginnt sanft zu schaukeln und gemeinsam tief zu atmen. Nach fünf Minuten beginnt mit sinnlicher Berührung und massiert abwechselnd Arme, Beine, Nacken und andere Bereiche.

Fürs Vorspiel empfehlen wir sinnliches Massageöl mit White‑Chocolate‑Duft – ideal für Paare. Nicht klebrig, trocknet langsam und duftet sanft.

Nach weiteren fünf Minuten beginnt zu küssen – nur küssen. Fokussiert jede Empfindung in diesem Moment.

Sex (optional!)

Tantra kann in Sex münden – muss aber nicht. Es geht in erster Linie um Verbindung.

Wenn ihr euch für Tantrasex entscheidet, startet langsam. Seid kreativ. Probiert neue Positionen, neue Berührungen und erkundet unerfüllte Wünsche.

Gebt euch ganz dem Erleben hin und lasst die Spannung wachsen, bevor ihr weitergeht.

Kuscheln und Ruhen

Zusammen liegen ermöglicht Energieaustausch und vertieft eure Verbindung – oder nährt die bestehende.

Wir empfehlen die Löffelchen‑Position. Der hintere Partner „sendet“ oder gibt Energie; der vordere empfängt. Kuschelt eng, damit eure Herzen sich ausrichten.
Der Gebende umschließt den Empfangenden und legt eine Hand auf dessen Herz.

Liegt eine Weile ruhig, dann synchronisiert eure Atmung und lasst Energie zwischen euch fließen.

VORTEILE VON TANTRASEX:

  • Mehr als nur körperliche Befriedigung durch Sex
  • Lösen sexueller Blockaden und Scham
  • Heilung sexueller Traumata
  • Erwecken sexueller Energie zum freien Fließen
  • Zugang zu voller Lust und eigenen Wünschen
  • Entdecken von Ganzkörper‑ und/oder Mehrfachorgasmen
  • Tiefere Verbindung, Intimität und Liebe
  • Längere Liebessessions, Entspannung und bessere Intimitätsqualität
  • Verbesserte Kommunikation
  • Ganzheitliche Verbindung von Geist–Körper–Seele, solo oder zu zweit

Wenn wir uns mit unserer Sexualität verbinden, wenn unsere sexuelle Lebensenergie voll aktiviert und mit Herz und Geist verbunden ist, werden wir zur erfolgreichsten, unaufhaltsamsten und inspiriertesten Version unserer selbst, um unsere Bestimmung zu erfüllen.

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