Macht dich Dirty Talk an?
21. 06. 2019
Tipps für besseren SexLiebe und Sexualleben

Macht dich Dirty Talk an?

Dirty Talk nutzt explizite Sprache, um die Erregung vor und während des Sex – oder sogar statt dessen – zu steigern.

Dirty Talk – auch erotisches Sprechen oder Love Talk – bezeichnet den Einsatz expliziter Sprache, um Erregung zu steigern – vor und während des Sex (oder sogar statt körperlicher Aktivität). Er ist oft Teil des Vorspiels und kann detaillierte erotische Beschreibungen, sexuellen Humor, Anweisungen und „schmutzige“ Wörter enthalten. Du kannst ins Ohr flüstern, telefonieren oder texten. Sind Partner getrennt und körperliche Nähe ist nicht möglich, kann Dirty Talk ein Schlüsselelement von virtuellem Sex oder Telefonsex sein.

Manche fühlen sich unsicher, verlegen oder finden es peinlich. Andere fragen sich: Was sage ich? Was will mein Partner hören? Was, wenn ich zu weit gehe? Oder nicht weit genug? Klingt das albern? Soll ich einfach stöhnen?

Die Wahrheit: Dirty Talk wird oft übersehen – dabei ist er mächtig. Er aktiviert die Fantasie und befreit den Geist. Wie Sex selbst solltest du ihn auf deinen Partner zuschneiden.

Bist du beim Sex sonst eher ruhig, musst du dich vielleicht daran gewöhnen, deine eigene Stimme zu hören. Entspann dich und lass ein paar Stöhner raus, sag ein lobendes Wort, teile ein Verlangen, sag seinen Namen oder flüstere ins Ohr.

Ein paar Richtlinien:

Sag deinem Partner vor dem Sex, was du willst – was passieren soll, was du mit ihm vorhast oder was er mit dir tun soll. Sei konkret und frech. Statt „Ja, das mag ich“ lieber „Ja, ich liebe es, wenn du deinen Schwanz so tief stößt“. Erinner ihn daran, was dir letztes Mal gefallen hat – oder was du dir fürs nächste Mal vorstellst.

Das kann besonders helfen, wenn dein Partner eine Frau ist, denn viele Frauen werden durch erotische Geschichten erregt, die sie später in Fantasien nutzen. Das ist ein Grund, warum Fifty Shades bei Frauen so einschlug. Männer konsumieren hingegen mehr Pornos, da ihre Erregung oft visuell getriggert wird.

Nutze die Sinne in deinen Worten

Beispiel: „Ich will, dass du meinen Schwanz in dir fühlst.“ oder „Du siehst so sexy aus, wenn du erregt bist.“

Tastsinn und Sehen sind die dominanten erotischen Sinne – deshalb sind sie in Worten so wirkungsvoll.

Jeder hat seinen eigenen Wortschatz. Manche mögen keine Schimpfwörter, andere lieben sie. Manche bevorzugen „Penis“ und „Vagina“, andere „Schwanz“ und „Muschi“. Und wie ist es mit „Schlampe“ oder „Sklave“? Welche Wörter fühlen sich für dich natürlich an – und welche passen zu deinem Partner?

Einige Ausdrücke können für Menschen schwieriger sein, die religiös oder sexuell eher gehemmt aufgewachsen sind. Sprich mit deinem Partner. Sag, dass du Dirty Talk in eure Intimität einbringen möchtest, dich aber schüchtern oder unsicher fühlst. Sei ehrlich über deine Absichten und warum du es willst. Gebt euch gegenseitig die Erlaubnis zum Experimentieren – ohne Scham – für eine bessere Beziehung.

Ihr werdet ein neues Level an Vertrauen und Intimität erreichen, euer Selbstvertrauen steigern und eure Beziehung auf unerwartete Weise bereichern. Wenn du es nicht persönlich sagen magst, schick ein paar freche Nachrichten und schau, wie er reagiert.

Beispiele für Dirty Talk während des Sex

Hier sind drei Stufen: leicht, fortgeschritten und extrem.

Leichte Beispiele sind für Einsteiger, um sich selbst und den Partner kennenzulernen – ob Dirty Talk passt und ob ihr bereit für die nächste Stufe seid.

  • Das fühlt sich unglaublich an, Baby.
  • Du schmeckst so gut.
  • Ich kann es kaum erwarten, deine Lippen zu schmecken.
  • Ich liebe, wie du mich ansiehst, wenn du so heiß bist.
  • Ich sehe, wie sehr du das genießt.
  • Komm, setz dich auf meinen Schoß.

    Fortgeschrittene Beispiele passen zu Paaren, die es schon probiert oder darüber gesprochen haben.

    • Ich liebe, wie sich deine Muschi anfühlt.
    • Entspann dich, ich bringe dich zum Kommen.
    • Sag mir, wie sehr du es liebst, wenn ich dich ficke.
    • Reitest du mich gern?
    • Du siehst so sexy aus.
    • Komm in meinen Mund – ich will dich schmecken.
    • Braves Mädchen, ich will, dass du für mich kommst.

      Extreme Beispiele – wahrscheinlich nichts für Monat eins einer neuen Beziehung. Wenn ihr beide einverstanden seid: Viel Spaß. Und vielleicht die Fenster schließen. ;)

      • Zeig mir, wie nass du bist, meine kleine Schlampe.
      • Sag mir, wem dieser Schwanz gehört.
      • Benutz mich wie dein Spielzeug.
      • Ich will, dass du mich fickst, bis wir die Nachbarn wecken.

        Dirty Talk kann zwischen Partnern tabu sein. Starte simpel, gib dem Ganzen Zeit – so findest du heraus, welche Wörter und Sätze du gern hörst und sagst – und welche zu deinem Partner passen. Frag nach Fantasien und Wünschen (nicht während des Sex). Es mag anfangs etwas seltsam sein, aber diese Wortspielerei ist befreiend. Sie kann dein Sexleben einfacher und widerstandsfähiger machen.

        Und es ist okay, wenn du diese Wörter nicht sagen willst, nicht laut sein magst oder dein Partner nicht darauf steht. Konzentriert euch auf das Körperliche, entspannt euch – vielleicht kommen die Worte und Stöhner später.