Kondome – So wählst du das richtige für maximalen Genuss
08. 09. 2016
Tipps für besseren Sex

Kondome – So wählst du das richtige für maximalen Genuss

Schutz beim Sex ist entscheidend gegen STIs und Schwangerschaft. Kondome sind die einfachste Option. So findest du das richtige Kondom für dich.

Du weißt es: Schutz ist essenziell – zur Vermeidung von STIs und ungewollter Schwangerschaft. Es gibt viele Verhütungsoptionen, doch Kondome sind am einfachsten: praktisch, günstig und fast überall erhältlich. Hier ist dein Guide zu Kondom‑Arten, Texturen und der richtigen Wahl.

Was sind Kondome?

Kondome werden über den Penis gerollt, um Sperma beim Samenerguss aufzufangen, damit es nicht in die Vagina gelangt – so werden Infektionen und Schwangerschaft verhindert. Bei korrekter Anwendung sind Kondome etwa 97% wirksam gegen Schwangerschaft. Das Risiko steigt bei Fehlanwendung oder wenn eines reißt. Manche sind mit Spermiziden versehen, die Spermien deaktivieren und die Wirksamkeit erhöhen.

Wie benutzt man sie?

Ein Kondom wird vor jedem Kontakt mit Vulva oder Vagina auf den erigierten Penis gerollt. Beim Öffnen der Folie darauf achten, es nicht zu beschädigen. Hat es ein Reservoir, dieses zusammendrücken, Kondom aufsetzen und nach unten abrollen. Ohne Reservoir oben ein kleines Luftpolster lassen; sonst kann Sperma an den Seiten hochlaufen und beim Abziehen auslaufen.

Das Kondom sollte eng anliegen – ohne Luftpolster. Ist Platz, ist es zu groß und kann beim Sex abrutschen. Es darf auch nicht zu eng sein, sonst kann es reißen.

Eine smarte Innovation sind Wingman Kondome – super einfach anzulegen. Du kannst sie einhändig überziehen, ohne das Kondom selbst zu berühren – das unterstützt die korrekte Platzierung.

Nach dem Kommen vor dem Nachlassen der Erektion herausziehen. Das Kondom am Schaftansatz festhalten, während du ihn herausziehst, um Auslaufen zu vermeiden.

Wichtig vor der Anwendung:

  • jedes Kondom nur einmal verwenden
  • kühl und trocken lagern (die Geldbörse ist wegen täglicher Beanspruchung nicht ideal und kann Kondome beschädigen – aber besser Geldbörsen‑Kondom als keines)
  • ist ein Kondom klebrig, verfärbt oder brüchig, nicht verwenden – Zeichen für Alterung und Reißgefahr
  • bei beschädigter Verpackung nicht verwenden
  • reißt es beim Sex, sofort ersetzen

Welche Kondome sind die besten?

Es gibt Kondome in verschiedenen Formen, Größen, Farben, Texturen und Materialien. Alle schützen zuverlässig vor STIs und Schwangerschaft – wähle, was dir am besten passt.

Latexkondome sind am gängigsten. Sie sind sehr dehnbar – ideal, wenn du größere Größen brauchst. Wichtig: keine ölbasierte Gleitmittel mit Latex verwenden; sie können es beschädigen. Stattdessen wasser- oder silikonbasierte wählen.

Bei Latexallergie ist das kein Grund, zu verzichten! Polyurethan ist eine ebenso wirksame Alternative.

kondomiNaturdarm‑Kondome (Lambskin) verhindern Schwangerschaft effektiv, sind aber weniger zuverlässig gegen STIs.

Wenn du Tierprodukte meidest, wähle vegane Kondome. Mehr dazu hier.

Kondome unterscheiden sich auch in der Dicke. Für mehr Gefühl empfehlen wir dünne oder ultra‑dünne Varianten. Häufige Frage: Reißen sie leichter? Bei richtiger Anwendung musst du dir keine Sorgen machen.

Dickere Kondome sind gut, wenn du länger durchhalten willst, da das Gefühl leicht reduziert ist.

Es gibt kondome mit Geschmack – beliebt für Oralsex. Gerippte und genoppte Kondome steigern das Vergnügen für beide.

Für Analsex nutze Anal‑Kondome, die dicker sind.

Wir empfehlen außerdem Gleitgel. Manche Kondome sind vorbefeuchtet, aber die sind für Oralsex weniger ideal. Nutze wasser- oder silikonbasierte Gels, um Reibung zu reduzieren – du kannst auch einen Tropfen innen ins Kondom geben, damit es leichter abrollt.

Wie finde ich die richtige Größe?

Mit falscher Größe steigt das Risiko, dass der Schutz versagt. Zu groß – es kann abrutschen; zu klein oder zu kurz – es kann reißen. Länge und Breite zählen. Also Länge und Umfang vor dem Kauf messen.

1. Länge im erigierten Zustand messen – Maßband am Ansatz (über den Hoden) anlegen und bis zur Spitze messen.
2. Umfang ebenfalls im erigierten Zustand – eine Schnur um die dickste Stelle legen und danach die Schnur messen.

Zieht das Band nicht zu fest – sonst fallen die Maße zu klein aus und das Kondom sitzt zu eng.