Kegel-Übungen in der Schwangerschaft: Ja oder nein?
Seit Jahrzehnten heißt es: Kegels in der Schwangerschaft! Andere raten ab. Also: Kegel-Übungen in der Schwangerschaft – ja oder nein?Seit Jahrzehnten wird Schwangeren geraten, während der Schwangerschaft mit Kegels zu beginnen. Gleichzeitig raten manche Expert:innen entschieden von Beckenbodentraining ab.\/
Kein Wunder, dass sich viele werdende Mütter fragen: Sollte ich während der Schwangerschaft Kegels machen?\/
Beim Thema Beckenbodenstärke gibt es kein Einheitsprotokoll, das genau vorgibt, wie man bei verschiedenen Beschwerden (z. B. Inkontinenz, Organabsenkung) oder in der Schwangerschaft trainiert.\/
Zu oft sind Kegels ein „Schuss ins Blaue“\/. Sie werden allen mit ähnlichen Symptomen verordnet – obwohl die Ursachen sehr unterschiedlich sein können.\/
Die meisten Frauen stoßen erst in der Schwangerschaft auf Beckenbodenübungen und nehmen an, die Schwangerschaft allein lasse den Beckenboden „durchhängen“.\/
Also – was stimmt?\/
Dein Beckenboden „trägt“ deine Organe nicht direkt\/Überraschend: Die Beckenorgane (Blase, Gebärmutter mit Baby, Darm) liegen primär auf dem knöchernen Becken und nicht direkt auf der Beckenbodenmuskulatur.\/
Kegels in der Schwangerschaft tragen daher weniger bei, als man denkt, um Inkontinenz, Senkung und andere Probleme zu verhindern.\/
In manchen Fällen können sie bestehende Dysfunktionen sogar verschlimmern, weil das Anspannen des Beckenbodens Organe Richtung Vagina ziehen kann.\/
Beckenbodendysfunktionen sind selten reine „Schwäche“\/Inkontinenz oder Senkung entstehen oft durch suboptimale Organpositionen – nicht einfach durch schwache Muskeln.\/
Mögliche Ursachen sind:\/
- Operationen wie ein Kaiserschnitt\/
- vaginale Risse\/
- Episiotomie\/
- (ein chirurgischer Schnitt im Damm)
- langes oder ungünstiges Sitzen\/
- schlechte Haltung\/
- ineffiziente Atemmuster\/
- Tragen hoher Absätze\/
- Übergewicht\/
- Rreiten\/
- oder Radfahren\/
- als Sport
- Laufen\/
- auf Asphalt
- ein verkürzter, verspannter Beckenboden\/
- \/

Genau – zu viele klassische Kegels können zu genau den Problemen beitragen, die sie verhindern sollen.\/
In der Schwangerschaft braucht dein Beckenboden eher Entspannung als Workouts\/Viele glauben, das Gewicht des Babys drücke den Beckenboden nach unten und schwäche ihn. Kegels sollen dann gegensteuern, heben und straffen.\/
In Wirklichkeit passt sich der Beckenboden kontinuierlich an das wachsende Gewicht an – rund um die Uhr.\/
Weil er ständig Extraarbeit leistet, braucht er Entspannung mehr als zusätzliche Anstrengung.\/
Zu viele Kegels in der Schwangerschaft können die Geburt erschweren\/Der Beckenboden besteht aus Skelettmuskulatur – wie der Bizeps. Kegels kontrahieren – verkürzen – den Muskel.\/
Schon mal einen Bodybuilder gesehen, der den Ellbogen nicht ganz strecken kann? Übermäßiges Anspannen verkürzt den Bizeps so, dass Schulter- und Ellbogenbewegungen eingeschränkt werden.\/
Ähnliches kann mit dem Beckenboden passieren, wenn du ihn mit klassischen Kegels übertrainierst, die nur auf konzentrische „Lift“-Kontraktion setzen und die Abwärtsaktivierung ignorieren. Die Muskeln werden eng und unelastisch – und damit weniger funktional.\/
Der Beckenboden ist während der Geburt zentral – aber er arbeitet anders als bei Kegels, nämlich nach unten, nicht nach oben. Die Muskeln setzen zwischen Steiß- und Schambein an; sind sie überverkürzt und unelastisch, ziehen sie Steißbein und Kreuzbein nach innen, in Richtung Geburtskanal.\/
Das kann die Geburt erschweren und die Wahrscheinlichkeit für Kaiserschnitt oder Episiotomie erhöhen.\/
Du kannst deinen Beckenboden in der Schwangerschaft auch ohne Kegels unterstützen\/Natürlich willst du einen belastbaren Beckenboden, der die Geburt unterstützt. Zum Glück gibt es viele Wege, ihn ohne klassische Kegels zu trainieren.\/
Kniebeugen in der Schwangerschaft bereiten auf die Geburt vor\/Tiefe Kniebeugen mit freiem Kreuzbein (oft Full\/Deep Squat genannt) gehören zu den besten Übungen in der Schwangerschaft – sofern sie sich für dich noch gut anfühlen.\/
In der tiefen Hocke bleibt der ganze Fuß – Fersen und Zehen – am Boden, die Knie beugen so weit, bis die Oberschenkel die Waden berühren, und die Wirbelsäule bleibt lang.\/
Die Position verbessert Beckenmobilität und Elastizität des Beckenbodens.\/
Viele Alltagsbewegungen – Aufstehen, Heben – starten hier, daher ist eine saubere, tiefe Kniebeuge der Schlüssel für gutes Bewegen.\/
Dein Beckenboden „trainiert“ schon durchs richtige Sitzen\/Jahre auf Stühlen – seit der Schule – verändern die Ausrichtung der Gebärmutter. Stühle sind nicht natürlich, vor allem, wenn wir „aufrecht sitzen“, indem wir auf dem Steißbein hocken. Das schiebt Kreuz- und Steißbein in den Geburtskanal und in den Beckenboden, macht die Muskulatur schlaff und verstellt die Organe.\/
Ähnliches passiert bei professionellem Reiten, Radfahren oder nach einem Sturz aufs Steißbein.\/
Besonders in der Schwangerschaft solltest du nicht nur auf die Wirbelsäule, sondern auch auf die Position deines Beckens beim Sitzen achten.\/
Mach Beckenboden-Bewusstsein zum Tagesbegleiter\/15 Minuten Kegels machen keinen ganzen Tag mit schlechter Haltung oder zu viel Sitzen wett. Selbst wenn du Kegels machst, ignoriere deinen Beckenboden nicht den Rest des Tages.\/
Beckenbodenpflege ist eine Ganz-Tages-Gewohnheit. Versuche:\/
- weniger sitzen\/
- mehr „pures“ Gehen auf weicherem Untergrund\/
- heben und tragen mit guter Technik\/
- kein Dauerbaucheinziehen oder Waist-Trainer\/
- flaches Schuhwerk\/
- ausgerichtete Haltung\/
- \/
Wenn du in der Schwangerschaft Kegels machst, dann richtig\/Ob du in der Schwangerschaft Kegels machst, ist deine Entscheidung. Falls ja, ist es – gerade in der Schwangerschaft – entscheidend, sie korrekt zu machen.\/
\/
Perifit ist ein Beckenbodentrainer, den du über eine App steuerst und mit geführten Spielen trainierst. Die Spiele wurden mit Ärzt:innen entwickelt, um korrekte Beckenboden-Stärkung zu unterstützen.\/Die klassischen Kegel-Anweisungen haben sich seit 1948 (Gynäkologe Arnold Kegel) nicht geändert:\/
Zehn 5‑Sekunden-Kontraktionen, 3–5× täglich.\/\/
In den 73 Jahren danach ergänzten Expert:innen wichtige Leitlinien für sicheres, effektives Üben.\/
Beide Aktionen des Beckenbodens trainieren\/Nutze beide Muskelaktionen: konzentrische Kontraktion nach oben und exzentrische Aktivierung nach unten.\/
Konzentrisch ist das klassische „Anheben“ – spanne den Beckenboden an, als würdest du den Urinstrahl stoppen.\/
Exzentrisch ist das „Nach unten öffnen“, das du zum Entfernen eines Tampons, einer Menstruationstasse oder Vaginalkugeln nutzt. Es ist auch in der Geburt zentral und hilft, einen straffen, unelastischen Beckenboden zu vermeiden. Lerne diese Fähigkeit in der Schwangerschaft.\/
Auf den ganzen Körper achten\/Schärfe deine Körperwahrnehmung. Kegels wirken besser, wenn deine gesamte Core-Muskulatur mitarbeitet.\/
Vermeide, bei der Beckenbodenaktivierung Bauch, Adduktoren oder Gesäß einzusetzen.\/
Nutz Zwerchfellatmung – sie verändert den Bauchdruck und beeinflusst den Beckenboden. Bei der Einatmung\/ aktiviere sanft nach unten (exzentrisch). Bei der Ausatmung\/ kontrahiere nach oben (konzentrisch). Halte die jeweilige Phase, wenn du den Atem kurz anhältst, bis zur nächsten Ein-\/Ausatmung oder Entspannung.\/
Auch die Haltung beeinflusst die Effektivität deiner Kegels.\/
Die richtige Position wählen\/Ob im Sitzen, Stehen oder Liegen: Halte den Brustkorb über dem Becken gestapelt. Diese Ausrichtung unterstützt die richtige Beckenbodenaktion.\/
Eine der meistempfohlenen Positionen ist die tiefe Hocke.\/
Hier startet dein Beckenboden in einer schön verlängerten Position – das hilft, langfristige Spannung zu vermeiden. Du kannst außerdem die Gesäßmuskeln mitarbeiten lassen, die den Beckenboden ausbalancieren – das macht ihn elastischer.\/
Diese Position öffnet den Geburtskanal, bereitet auf eine leichtere Entbindung vor und kann das Risiko für Verletzungen bei dir oder deinem Baby senken.\/
Wenn du Fragen hast, sind wir per E-Mail\/, Telefon\/, Chat und in den sozialen Medien — Facebook\/ und Instagram\/ — für dich da. Sag hallo, frag nach, kommentiere.\/
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Inkontinenz oder Senkung entstehen oft durch suboptimale Organpositionen – nicht einfach durch schwache Muskeln.\/
Mögliche Ursachen sind:\/
- Operationen wie ein Kaiserschnitt\/
- vaginale Risse\/
- Episiotomie\/
- (ein chirurgischer Schnitt im Damm)
- langes oder ungünstiges Sitzen\/
- schlechte Haltung\/
- ineffiziente Atemmuster\/
- Tragen hoher Absätze\/
- Übergewicht\/
- Rreiten\/
- oder Radfahren\/
- als Sport
- Laufen\/
- auf Asphalt
- ein verkürzter, verspannter Beckenboden\/
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- weniger sitzen\/
- mehr „pures“ Gehen auf weicherem Untergrund\/
- heben und tragen mit guter Technik\/
- kein Dauerbaucheinziehen oder Waist-Trainer\/
- flaches Schuhwerk\/
- ausgerichtete Haltung\/
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Wenn du in der Schwangerschaft Kegels machst, dann richtig\/
Ob du in der Schwangerschaft Kegels machst, ist deine Entscheidung. Falls ja, ist es – gerade in der Schwangerschaft – entscheidend, sie korrekt zu machen.\/
\/Perifit ist ein Beckenbodentrainer, den du über eine App steuerst und mit geführten Spielen trainierst. Die Spiele wurden mit Ärzt:innen entwickelt, um korrekte Beckenboden-Stärkung zu unterstützen.\/ Die klassischen Kegel-Anweisungen haben sich seit 1948 (Gynäkologe Arnold Kegel) nicht geändert:\/
Zehn 5‑Sekunden-Kontraktionen, 3–5× täglich.\/\/
In den 73 Jahren danach ergänzten Expert:innen wichtige Leitlinien für sicheres, effektives Üben.\/
Beide Aktionen des Beckenbodens trainieren\/
Nutze beide Muskelaktionen: konzentrische Kontraktion nach oben und exzentrische Aktivierung nach unten.\/
Konzentrisch ist das klassische „Anheben“ – spanne den Beckenboden an, als würdest du den Urinstrahl stoppen.\/
Exzentrisch ist das „Nach unten öffnen“, das du zum Entfernen eines Tampons, einer Menstruationstasse oder Vaginalkugeln nutzt. Es ist auch in der Geburt zentral und hilft, einen straffen, unelastischen Beckenboden zu vermeiden. Lerne diese Fähigkeit in der Schwangerschaft.\/
Auf den ganzen Körper achten\/
Schärfe deine Körperwahrnehmung. Kegels wirken besser, wenn deine gesamte Core-Muskulatur mitarbeitet.\/
Vermeide, bei der Beckenbodenaktivierung Bauch, Adduktoren oder Gesäß einzusetzen.\/
Nutz Zwerchfellatmung – sie verändert den Bauchdruck und beeinflusst den Beckenboden. Bei der Einatmung\/ aktiviere sanft nach unten (exzentrisch). Bei der Ausatmung\/ kontrahiere nach oben (konzentrisch). Halte die jeweilige Phase, wenn du den Atem kurz anhältst, bis zur nächsten Ein-\/Ausatmung oder Entspannung.\/
Auch die Haltung beeinflusst die Effektivität deiner Kegels.\/
Die richtige Position wählen\/
Ob im Sitzen, Stehen oder Liegen: Halte den Brustkorb über dem Becken gestapelt. Diese Ausrichtung unterstützt die richtige Beckenbodenaktion.\/
Eine der meistempfohlenen Positionen ist die tiefe Hocke.\/
Hier startet dein Beckenboden in einer schön verlängerten Position – das hilft, langfristige Spannung zu vermeiden. Du kannst außerdem die Gesäßmuskeln mitarbeiten lassen, die den Beckenboden ausbalancieren – das macht ihn elastischer.\/
Diese Position öffnet den Geburtskanal, bereitet auf eine leichtere Entbindung vor und kann das Risiko für Verletzungen bei dir oder deinem Baby senken.\/
Wenn du Fragen hast, sind wir per E-Mail\/, Telefon\/, Chat und in den sozialen Medien — Facebook\/ und Instagram\/ — für dich da. Sag hallo, frag nach, kommentiere.\/
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In der Schwangerschaft braucht dein Beckenboden eher Entspannung als Workouts\/
Viele glauben, das Gewicht des Babys drücke den Beckenboden nach unten und schwäche ihn. Kegels sollen dann gegensteuern, heben und straffen.\/
In Wirklichkeit passt sich der Beckenboden kontinuierlich an das wachsende Gewicht an – rund um die Uhr.\/
Weil er ständig Extraarbeit leistet, braucht er Entspannung mehr als zusätzliche Anstrengung.\/
Zu viele Kegels in der Schwangerschaft können die Geburt erschweren\/
Der Beckenboden besteht aus Skelettmuskulatur – wie der Bizeps. Kegels kontrahieren – verkürzen – den Muskel.\/
Schon mal einen Bodybuilder gesehen, der den Ellbogen nicht ganz strecken kann? Übermäßiges Anspannen verkürzt den Bizeps so, dass Schulter- und Ellbogenbewegungen eingeschränkt werden.\/
Ähnliches kann mit dem Beckenboden passieren, wenn du ihn mit klassischen Kegels übertrainierst, die nur auf konzentrische „Lift“-Kontraktion setzen und die Abwärtsaktivierung ignorieren. Die Muskeln werden eng und unelastisch – und damit weniger funktional.\/
Der Beckenboden ist während der Geburt zentral – aber er arbeitet anders als bei Kegels, nämlich nach unten, nicht nach oben. Die Muskeln setzen zwischen Steiß- und Schambein an; sind sie überverkürzt und unelastisch, ziehen sie Steißbein und Kreuzbein nach innen, in Richtung Geburtskanal.\/
Das kann die Geburt erschweren und die Wahrscheinlichkeit für Kaiserschnitt oder Episiotomie erhöhen.\/
Du kannst deinen Beckenboden in der Schwangerschaft auch ohne Kegels unterstützen\/
Natürlich willst du einen belastbaren Beckenboden, der die Geburt unterstützt. Zum Glück gibt es viele Wege, ihn ohne klassische Kegels zu trainieren.\/
Kniebeugen in der Schwangerschaft bereiten auf die Geburt vor\/
Tiefe Kniebeugen mit freiem Kreuzbein (oft Full\/Deep Squat genannt) gehören zu den besten Übungen in der Schwangerschaft – sofern sie sich für dich noch gut anfühlen.\/
In der tiefen Hocke bleibt der ganze Fuß – Fersen und Zehen – am Boden, die Knie beugen so weit, bis die Oberschenkel die Waden berühren, und die Wirbelsäule bleibt lang.\/
Die Position verbessert Beckenmobilität und Elastizität des Beckenbodens.\/
Viele Alltagsbewegungen – Aufstehen, Heben – starten hier, daher ist eine saubere, tiefe Kniebeuge der Schlüssel für gutes Bewegen.\/
Dein Beckenboden „trainiert“ schon durchs richtige Sitzen\/
Jahre auf Stühlen – seit der Schule – verändern die Ausrichtung der Gebärmutter. Stühle sind nicht natürlich, vor allem, wenn wir „aufrecht sitzen“, indem wir auf dem Steißbein hocken. Das schiebt Kreuz- und Steißbein in den Geburtskanal und in den Beckenboden, macht die Muskulatur schlaff und verstellt die Organe.\/
Ähnliches passiert bei professionellem Reiten, Radfahren oder nach einem Sturz aufs Steißbein.\/
Besonders in der Schwangerschaft solltest du nicht nur auf die Wirbelsäule, sondern auch auf die Position deines Beckens beim Sitzen achten.\/
Mach Beckenboden-Bewusstsein zum Tagesbegleiter\/
15 Minuten Kegels machen keinen ganzen Tag mit schlechter Haltung oder zu viel Sitzen wett. Selbst wenn du Kegels machst, ignoriere deinen Beckenboden nicht den Rest des Tages.\/
Beckenbodenpflege ist eine Ganz-Tages-Gewohnheit. Versuche:\/

















































