Kegel-Übungen in der Schwangerschaft: Ja oder nein?
22. 06. 2021
Tipps für besseren Sex

Kegel-Übungen in der Schwangerschaft: Ja oder nein?

Seit Jahrzehnten heißt es: Kegels in der Schwangerschaft! Andere raten ab. Also: Kegel-Übungen in der Schwangerschaft – ja oder nein?

Seit Jahrzehnten wird Schwangeren geraten, während der Schwangerschaft mit Kegels zu beginnen. Gleichzeitig raten manche Expert:innen entschieden von Beckenbodentraining ab.\/

Kein Wunder, dass sich viele werdende Mütter fragen: Sollte ich während der Schwangerschaft Kegels machen?\/

Beim Thema Beckenbodenstärke gibt es kein Einheitsprotokoll, das genau vorgibt, wie man bei verschiedenen Beschwerden (z. B. Inkontinenz, Organabsenkung) oder in der Schwangerschaft trainiert.\/

Zu oft sind Kegels ein „Schuss ins Blaue“\/. Sie werden allen mit ähnlichen Symptomen verordnet – obwohl die Ursachen sehr unterschiedlich sein können.\/

Die meisten Frauen stoßen erst in der Schwangerschaft auf Beckenbodenübungen und nehmen an, die Schwangerschaft allein lasse den Beckenboden „durchhängen“.\/

Also – was stimmt?\/

Dein Beckenboden „trägt“ deine Organe nicht direkt\/

Überraschend: Die Beckenorgane (Blase, Gebärmutter mit Baby, Darm) liegen primär auf dem knöchernen Becken und nicht direkt auf der Beckenbodenmuskulatur.\/

Kegels in der Schwangerschaft tragen daher weniger bei, als man denkt, um Inkontinenz, Senkung und andere Probleme zu verhindern.\/

In manchen Fällen können sie bestehende Dysfunktionen sogar verschlimmern, weil das Anspannen des Beckenbodens Organe Richtung Vagina ziehen kann.\/

Beckenbodendysfunktionen sind selten reine „Schwäche“\/

Inkontinenz oder Senkung entstehen oft durch suboptimale Organpositionen – nicht einfach durch schwache Muskeln.\/

Mögliche Ursachen sind:\/