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Bondage‑Tricks, die du im Schlafzimmer lieben wirst
03. 04. 2019
Tipps für besseren Sex

Bondage‑Tricks, die du im Schlafzimmer lieben wirst

Du hast von BDSM gehört. Weißt du, wofür es steht? Bondage, Dominanz, Sadismus und Masochismus - von Fesselung über Impact Play bis Erniedrigung.

Du hast sicher schon das Wort BDSM gehört. Weißt du, wofür das Akronym steht? Bondage, Domination, Sadism, Masochism - auf Deutsch Fesselung, Dominanz, Sadismus und Masochismus. Denk daran als Kategorien: körperliche Fesselung (Bondage, Handschellen, Ketten); Impact Play (Spanking, Flogger); Demütigung (Knebels, verbale Erniedrigung).

Es ist erotisches Rollenspiel, bei dem Partner Fantasien von Dominanz, Unterwerfung, erzwungener Fesselung, Kontrolle, Bestrafung und Sex mit wechselnden Schmerzniveaus genießen. Dennoch legt BDSM besonderen Wert auf Sicherheit, da potenziell riskante Aktivitäten enthalten sein können.

Die meisten, die BDSM praktizieren, verwenden ein vorher vereinbartes „Safeword“, um Aktivitäten zu stoppen. Weil es Rollenspiel ist, können Rufe wie „Stopp!“ oder „Genug!“ Teil des Spaßes sein - wählt also ein echtes Safeword und hebt es für echte Grenzen auf. Denk dran: BDSM dreht sich um Schmerz, Erniedrigung, Fesselung und ähnliche Spiele - muss aber safe, consensual und caring bleiben.

Schauen wir, was Expert:innen über BDSM sagen - und tauchen dann in Bondage ein!

Es gibt mehr Forschung zu BDSM, als du denkst - zahlreiche Paper, Studien und Bücher. Es interessiert zunehmend die Wissenschaft, nicht nur die Praktiker.

Freud äußerte sich schon früh - und erklärte, jeder mit Interesse an S&M sei behandlungsbedürftig. Stimmt das? Nein. Heutige Expert:innen erklären: Daran ist nichts grundsätzlich falsch - solange die Beziehung gesund und reif ist und alle Partner einverstanden sind.

Eine Studie von 2006 fand bei BDSM‑Praktizierenden meist niedrigere Werte für Depression, Angst, PTBS und Paranoia. 2013 zeigte eine Studie zudem höhere Extraversion, Gewissenhaftigkeit, Offenheit und subjektives Wohlbefinden im Vergleich zu Nicht‑Praktizierenden.

Was passiert im Gehirn, wenn du ausgepeitscht, gefesselt oder „gequält“ wirst - und es liebst?

Nichts „Falsches“ an diesen Gefühlen. Das Gehirn ist unsere mächtigste erogene Zone. Wir alle haben Sensoren in der Haut, die Signale ans Gehirn senden - aber nicht jeder bevorzugt dieselbe Berührung. Auch erregende Gedanken unterscheiden sich. Menschen, die BDSM mögen, genießen oft Schmerz und werden von starker Dominanz oder starker Unterwerfung erregt.

Der Gedanke an oder das Einlassen auf solches Spiel setzt Endorphine frei - chemisch ähnlich wie Morphin - , oft als Reaktion auf Schmerz oder Stress. Deshalb sind sie in masochistischem Spiel so präsent. Sie erklären auch, warum manche den „Runner’s High“ nach dem Workout als „süchtig“ erleben.

Zum besseren Vergleich zog ein Professor für Sozial‑ und Evolutionspsychologie Läufer heran. Die Prozesse im Gehirn können einem „Runner’s High“ ähneln - Euphorie und höhere Schmerzschwelle nach langen Läufen. Der Unterschied? Asphalt für den Läufer, ein Flogger für den BDSM‑Liebhaber. Cortisol, ein Schlüsselhormon der Stressreaktion, spielt ebenfalls eine Rolle - es bereitet den Körper auf Aktion vor.

Also ja: Rauer Sex bedeutet nicht automatisch Gefahr, Missbrauch oder psychische Instabilität. Betrachte es als Freizeitgestaltung. Und sind wir ehrlich - die meisten stehen auf eine gewisse Portion Roughness.

Und was ist mit Bondage?

Bondage ist ein Kernelement von BDSM - muss aber nicht „hart“ sein.

Warum ist es heiß? Es verschiebt die Machtbalance. Ein stärkerer Partner kann hilflos gemacht werden - eine ungewohnte, aufregende Erfahrung. Eine natürlich dominante Person kann submissiv werden. Das öffnet neue emotionale, sinnliche und kreative Horizonte.

„Brave“ Mädchen machen das nicht? Falsch. Sex und Bondage zu mischen, kann zutiefst entspannen - und das brauchen wir alle, unabhängig von Aussehen oder Status.

Erogene Effekte? Unbedingt. Über den mentalen Kick hinaus erhöht das Fesseln von Brüsten oder Genitalien die Sensibilität. Knoten können Klitoris, Damm, Anus etc. direkt stimulieren - durch Druck oder Bewegung.

Werde kreativ - es gibt unzählige Toys, die du ausprobieren kannst.

Welche Accessoires kannst du nutzen?

Seile - Schon von Shibari gehört? Dieser japanische Stil der Seilbondage gilt als Kunstform und setzt den Körper schön in Szene. Zudem leicht zu lernen. Seile können weich und seidig oder robust sein - Seide verleiht eine besondere Note.

Metall - Nicht nur Ketten und Handschellen. Wenn du Dunkelheit und kalten Stahl auf der Haut magst, probiere Spreizstangen mit Manschetten, um Bewegungen zu begrenzen und kleine Fluchtspiele zu inszenieren.

Leder - Ein BDSM‑Klassiker mit endlosen Optionen: Halsbänder und Leinen, Fuß- und Handfesseln, komplette Fessel‑Sets, die dich auf allen Vieren halten, Zwangsjacken oder Arm‑Binder, die die Hände auf dem Rücken fixieren.

Holz - Ebenfalls originell und praktisch fürs Spiel. Neben Fesseln und restriktiven Geräten gibt es Holz‑Ballpressen und mehr.

Bondage‑Möbel/‑Geräte - Rahmen oder Möbel zum Fixieren des Partners - eher für Erfahrene.

Bondage‑Sets - Der Markt ist voll von Optionen. Sets enthalten oft weitere BDSM‑Toys wie einen Knebel, Flogger, eine Augenbinde, Maske, Paddle, Brustklammern und mehr.

Macht ist attraktiv - und beim Sex unglaublich erregend. Vergiss nur nicht eine klare Absprache mit deinem Partner über Grenzen.