25 Tipps für Analverkehr
Analverkehr ist nicht mehr das Tabu von früher. Jede:r kann ihn genießen – unabhängig von sexueller Orientierung, biologischem Geschlecht oder Genderidentität.
Analverkehr ist zum Glück nicht mehr so tabu wie früher. Jede:r kann daran Freude haben – unabhängig von sexueller Orientierung, biologischem Geschlecht oder Genderidentität. Hier findest du Tipps, die euer nächstes Hintertür‑Spiel würzen – oder dich inspirieren, es auszuprobieren.
Egal, ob du anal schon kennst oder nicht – ein paar Basics solltest du (hoffentlich) wissen:
- IMMER reichlich geeignetes Gleitgel verwenden. Bei uns findest du viele Anal‑Gleitgele; nutze kein Silikon‑Gel mit Silikon‑Plugs, -Kugeln, -Vibratoren oder -Dildos!
- Anal verwendete Toys vor dem Einsatz für vaginale oder orale Spiele immer gründlich reinigen.
- Nach analer Penetration mit einem Penis vor vaginalem oder oralem Sex immer das Kondom wechseln.
- Auf Kondome nicht verzichten, nur weil du durch Anal nicht schwanger wirst. Sie schützen vor STIs!
Es gibt viele Wege, Körper und Geist auf Analverkehr vorzubereiten. Probier sie aus – dann kann Penetration sehr angenehm sein. Schluss mit „nur zum Valentinstag, Jahrestag oder Geburtstag“!
1. Mit Begeisterung starten
Wie bei allem im Leben (und im Bett) gilt: Analpenetration setzt begeisterte Zustimmung beider Partner voraus. Ohne Lust und echtes Wollen startet ihr falsch. Sag nicht ja, weil dein Partner Druck macht – sondern weil du es wirklich willst. Wenn du nicht glaubst, dass Anal dir gut tun kann, lies weiter – und entdecke, wie viel Spaß es machen kann.
2. „Aus Versehen“ zählt nicht
Akzeptiere keine Ausreden wie „aus Versehen reingerutscht“. Unter normalen Umständen ist das so gut wie unmöglich. Wenn du überlegst, deinen Partner so „rumzukriegen“ – lass es. Kommuniziert stattdessen. Gemeinsam findet ihr Kompromisse – aber am Ende gilt nur ein enthusiastisches „Ja“.
3. Redet und setzt klare Grenzen
Auch wenn du deinem Partner vertraust: Er kann deine Gedanken nicht lesen. Wenn du etwas willst – oder nicht willst – oder Bedenken hast: Sag es. Sprecht vor dem Sex. Während der Penetration: Sag, was gut ist und was nicht. Danach: Seid ehrlich, wie’s nächstes Mal noch besser wird – für euch beide.
4. Mach dir keine Gedanken über den Po‑Look
Dein Partner wird deinen Po aus nächster Nähe sehen und verschieden stimulieren. Stress dich nicht, auch wenn es nicht dein Lieblingskörperteil ist. Keiner achtet auf die Optik – der Fokus liegt woanders. Wenn du optisch aufräumen willst, schau dir unser Enthaarpulver sowie Cremes und Gele zum Aufhellen an.
5. Das richtige Gleitgel wählen
Wenn ihr keine Silikon‑Toys nutzt, ist ein Silikon‑Analgel am besten. Es hält viel länger als wasserbasiertes Gel und funktioniert in Bad & Dusche, wenn euch Sauberkeit wichtig ist.
Für extra Entspannung gibt’s entspannende Gele, die nicht komplett betäuben. Vermeide betäubende Gels – Anal ist für euch beide. Wenn du nichts fühlst – wo ist der Sinn?
Außerdem ist es wichtig, Schmerzen zu spüren – so kannst du sofort Bescheid sagen und Verletzungen vermeiden.
6. Schmerzen nicht verbergen
Beim ersten Anal‑Erlebnis ist vieles neu. Viele beschreiben das Gefühl, als müsstest du groß aufs Klo – obwohl nicht – keine Sorge.
Wenn es weh tut, sag sofort Bescheid. Vielleicht braucht ihr mehr Gel, ein langsameres Tempo, weniger Tiefe – oder eine Pause, um andere erogene Zonen zu stimulieren, bis du erregter bist.
7. Toys zur Vorbereitung
Vor dem Analverkehr kannst du dich mit Toys vorbereiten – solo oder mit Hilfe deines Partners ;).
Analplugs helfen dir, dich daran zu gewöhnen, etwas im Po zu haben – und können beim Vaginalsex drinbleiben, ohne zu stören. Im Gegenteil: Sie können die G‑Punkt‑Stimulation sogar verstärken.

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8. „Landeplatz“ für Toys & Gleitgel einrichten
Nutzt Toys beim Sex? Räumt den Nachttisch frei – zum Ablegen vor/nach der Nutzung. So rollt der Plug nicht unters Bett. Das verhindert auch Kreuzkontamination zwischen analen und vaginalen Toys und Bakterienübertragungen, die Infektionen auslösen können. Gleitgel griffbereit hinlegen – ohne Flecken auf den Laken.
9. Vorspiel zählt hier ebenfalls
Hektik vermeiden – nehmt euch Zeit fürs Vorspiel und werdet sehr erregt. Konzentriert euch auf die Zone rund um den Po – sie ist ein erogener Bereich, der sich ohne Penetration leicht stimulieren lässt. Nutzt einen Vibrator oder probiert Rimming.
10. Den Raum vorbereiten
Zusätzlichen Stress vermeidet ihr, indem ihr den Ort vorbereitet. Stellt sicher, dass ihr ungestört seid. Babysitter organisieren, abschließen wenn die Kids schlafen oder mit Cartoons beschäftigt sind. Mit Mitbewohnern? Plant ein ruhiges Wochenende – oder tagsüber, wenn du frei hast.
Bedenken wegen möglicher Spuren? Legt ein altes Handtuch aufs Bett – oder eine Vinylauflage, wenn’s wilder wird.
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11. Langsam anfangen
Nicht gleich schnell und tief. Das kann unangenehm oder schmerzhaft sein. Langsame Penetration reduziert den Reflex, dass sich die Rektalmuskeln und der Schließmuskel verkrampfen – und macht Sex bequemer und schmerzfrei. Zunächst nur die Spitze von Penis oder Strap‑on einführen und langsam vorgehen – erst steigern, wenn dein Partner grünes Licht gibt.
12. Die richtige Position
Manche Positionen sind analfreundlicher; andere fast unmöglich. Doggy kennt jeder – aber probiert ruhig Neues. Routinebruch kann euch beide anmachen. Beim ersten Mal einfach halten – z. B. Löffelchen.
13. Kontrolle übernehmen
Positionen, in denen der Empfänger Tempo und Tiefe steuert, sind ideal. So minimierst du Unbehagen oder Schmerz – und ihr genießt mehr.
14. Mit tiefem Atmen entspannen
Nicht das Atmen vergessen! Tiefe Atemzüge entspannen den Körper und reduzieren unwillkürliches Anspannen der Analmuskeln – das kann Penetration unangenehm machen. Mehr Sauerstoff entspannt auch mental – und erinnert dich: Anal ist nicht scary – es kann sehr lustvoll sein.
15. Andere erogene Zonen nicht vergessen
Anal muss nicht nur Penetration sein. Kombiniere mit klitoraler oder vaginaler Stimulation, nutze Nippelklemmen oder Saugaufsätze – oder necke die Brustwarzen mit einem Vibrator. Bullet‑Vibes oder vibrierende Ringe heben Analverkehr auf ein neues Level.
Anfängern hilft zusätzliche Stimulation, den Fokus vom Po zu nehmen – und mehr zu genießen.
16. Analverkehr ist nicht „schmutzig“
Wir wissen, wofür der Anus primär da ist – daher denken viele, Analverkehr sei zwangsläufig schmutzig. Tatsächlich befindet sich Stuhl im Rektum nur, wenn du musst – sonst sitzt er weiter oben im Darm und wird beim Analverkehr nicht erreicht.
Klar, minimale Spuren können vorkommen – schäm dich nicht – es ist völlig natürlich. Wenn dich das aus der Stimmung bringt, lässt es sich leicht vermeiden.
17. Anal‑Dusche verwenden
Mit einer Analspülung kannst du schnell und einfach reinigen. Wähle einen Ball, mit dem du Wasser ins Rektum drückst, oder einen Duschaufsatz. Duschkopf abnehmen, Anal‑Düse anschrauben. Keine Angst vor Wasserdruck – die Aufsätze regulieren ihn sanft. Wasser einlaufen lassen und wiederholen, bis es sauber ist.
Häufiges Spülen ist nicht empfehlenswert – es kann die Darmschleimhaut schädigen und Probleme verursachen. Bei regelmäßigem Analverkehr helfen Ernährungsanpassungen für eine gute Verdauung.
18. Ernährung anpassen
Ballaststoffe sind super für den Darm und halten dich „regelmäßig“. Ein bis zwei Tage vor Anal mehr Rohkost, Obst, Gemüse, Getreide und Vollwertiges essen. Hülsenfrüchte, Naturreis und Nüsse nicht meiden – genug Wasser trinken. Einige Joghurts liefern Probiotika – bei Unverträglichkeit/Allergie Milchprodukte meiden. Rotes Fleisch, Alkohol und Zucker reduzieren.
19. Den richtigen Zeitpunkt
Um die Angst vor „müssen“ zu vermeiden, geh ein paar Stunden vor der Penetration auf Toilette. Rund 4 Stunden sind ideal – du bist entspannt und minimierst Rückstände am Eingang.
20. Keine Angst vor Prostata‑Play
Der Mythos: Nur schwule Männer mögen Anal. Falsch.
Was du im Bett magst, definiert nicht deine sexuelle Orientierung – sie richtet sich nach der Person, zu der du dich hingezogen fühlst. Bist du nur Frauen zugetan, willst aber Anal probieren, bist du nicht „schwul“. Umgekehrt: Männer, die nur Männer mögen, Anal aber nicht – sind nicht „hetero“.
Prostata‑Stimulation ist für die meisten cis Männer sehr lustvoll – egal ob hetero oder gay. Die Prostata heißt auch P‑Spot – ihre Stimulation kann zu intensiven „Hands‑free“-Orgasmen führen.
21. So stimulierst du die Prostata
Mit dem Finger geht’s – leichter wird’s mit passenden Toys. Prostatamassager sind speziell geformte, leicht gekrümmte Plugs und Vibratoren.
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Dort findest du alles für Anal: Einläufe, Plug‑Sets, Anal‑Vibratoren – teils mit Fernbedienung – plus vibrierende Penisringe.
Natürlich stimuliert auch Penetration mit Penis, Dildo oder Strap‑on die Prostata.
22. Pegging bringt Würze ins Schlafzimmer
Pegging ist ein Begriff von vor ca. 20 Jahren – ursprünglich für Analverkehr, bei dem eine cis Frau ihren cis männlichen Partner mit Dildo/Strap‑on penetriert. Was „cis“ heißt, erfährst du HIER.
Heute meint Pegging generell anale Penetration mit Dildo oder Strap‑on – unabhängig von Geschlecht/Identität (meist noch im ursprünglichen Sinn verwendet).
Es ist ein Machtspiel – der Strap‑Träger übernimmt die Führung. Pegging ist am häufigsten bei Paaren, die auch BDSM mögen.
Aber auch ohne Peitsche & Co. könnt ihr es probieren. Es bringt eine ganz neue Dynamik, durchbricht Routine und entfacht den Spaß neu.
23. Pornos sind kein Maßstab
Vergiss, was du in Pornos gesehen hast.
Positionen, Techniken und Toys sind fürs Filmen gewählt – Penetration muss klar sichtbar sein. Regisseure nutzen unbequeme Posen, schmerzhafte Techniken und riesige Toys, die on screen „krass“ wirken – aber oft nicht gut sind oder zu Orgasmen führen. Denk dran: Pornostars sind SCHAUSPIELER – mit Drehbuch.
Das ist nicht das echte Leben. Versuche nicht, Szenen nachzustellen – und verlerne „Gelerntes“ vom Zuschauen.
24. War’s beim ersten Mal nicht toll? Nicht aufgeben
Selten gelingt etwas auf Anhieb perfekt. Sicher hattest du schon mal ein schlechtes Bett‑Erlebnis – und hast Sex nicht aufgegeben. Anal kann sich anders anfühlen als andere Formen von Sex. Du brauchst vielleicht Zeit, um dich daran zu gewöhnen.
Später merkst du, dass manches nicht passt – z. B. Tiefe oder Tempo. Redet – dann wird’s beim nächsten Mal besser. Oder Penetration ist nichts für dich – aber Plugs, Vibratoren oder Rimming machen Spaß.
Finde heraus, was du magst – und was nicht – und sag es deinem Partner. Das gilt nicht nur für Anal, sondern für alles im Sex – und Leben.
25. Anal ist nicht für alle
Wir haben alle einen Po – Anal ist möglich. Das heißt nicht, dass es sich für alle gut anfühlt. Wenn es nach mehreren Versuchen nichts für dich ist, zwing dich nicht.
Es gibt unzählige Wege, Spaß im Bett zu haben – dieser ist vielleicht einfach nicht deiner. Kein Stress – konzentriere dich auf das, was dir wirklich gefällt.
Fragen? Wir sind für dich da – per E‑Mail, Telefon, Chat und in den Socials – Facebook und Instagram. Sag hallo, frag, kommentiere.
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