13 Mythen über Sex!
19. 09. 2021
Video BeiträgeDer erste Schritt im Sexualleben

13 Mythen über Sex!

Sexualaufklärung ist oft lückenhaft. Deshalb glauben viele falsche Dinge über Sex. Bereit für den Faktencheck?

Sexualaufklärung in der Schule und zuhause ist oft unvollständig. Viele Menschen entwickeln falsche Vorstellungen über Sexualität und Sex. Bereit für den Faktencheck? Hier sind die 13 häufigsten Sex‑Mythen:\u003c\/p>

1. Masturbation ist schädlich\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Nicht nur ist Masturbation nicht schädlich – sie kann sogar gesund sein. Wie alles: in Maßen. Sie hilft beim Schlafen, hebt die Stimmung, entspannt, lindert Regelschmerzen, reduziert Stress und mehr.\u003c\/p>

Das wussten Menschen schon vor Jahrhunderten – bis 1756 in London eine 12‑seitige Anti‑Masturbations‑Schrift anonym veröffentlicht wurde und erfundene „Fakten“ über angebliche Schäden verbreitete. Plötzlich galt Masturbation in Europa als etwas Schreckliches – und etwas von diesem Stigma existiert bis heute.\u003c\/p>

2. Wer Sexspielzeug nutzt, findet Sex mit dem Partner langweilig\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Das Gegenteil ist wahr – vor allem, wenn ihr Toys zusammen nutzt. Untersuchungen zeigen: Paare, die mit Toys würzen, berichten, dass ihr Sexleben sich verbessert.\u003c\/p>

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Wenn du fürchtest, Toys dem Partner vorzuziehen – keine Sorge. Die Intimität und Nähe, die nur ein Mensch geben kann, ersetzt kein Toy – egal wie gut es ist.\u003c\/p>

3. Mädchen bluten beim ersten Mal, weil das Hymen reißt\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Das Hymen reißt nicht immer. Wahrscheinlicher ist ein Riss, wenn nicht genug Lubrikation vorhanden ist. Selbst wenn es reißt, heilt es.\u003c\/p>

Die meisten Häutchen sind dehnbar. Gibt es genug natürliche Befeuchtung – oder ihr nutzt Gleitgel –, reißt es nicht und es tut nicht weh.\u003c\/p>

Manche Mädchen werden ohne Hymen geboren. Bei den meisten bedeckt es nur einen kleinen Teil des Scheideneingangs. Bei einigen bedeckt es mehr. Sehr selten verschließt es die Öffnung komplett und muss chirurgisch entfernt werden.\u003c\/p>

4. Nach dem Sex muss man pinkeln\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Für Frauen – JA!\u003c\/p>

Die weibliche Harnröhre ist kürzer – Harnwegsinfekte treten daher eher auf. Sex erhöht die Keimexposition. Bald nach dem Sex zu urinieren, spült sie aus, bevor sie Probleme machen.\u003c\/p>

5. STIs sieht man immer sofort\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Falsch. Viele gehen davon aus, eine STI sofort zu erkennen. In Wirklichkeit haben viele keine Symptome und wissen nicht, dass sie infiziert sind – können aber anstecken. Beispiele: Chlamydien, Gonorrhö, HIV oder Genitalherpes.\u003c\/p>

6. Ein gut gewaschenes Kondom kann man wiederverwenden\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Kondome schützen vor STIs und Schwangerschaft. Ein benutztes Kondom bietet diesen Schutz nicht mehr.\u003c\/p>

Du kannst es nicht ausreichend reinigen. Es sitzt auch nicht mehr richtig und kann abrutschen. Zudem siehst du nicht, ob es beschädigt ist – es könnte reißen oder lecken.\u003c\/p>

7. Während der Periode kann man nicht schwanger werden\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Schwanger wird man rund um den Eisprung – einmal pro Zyklus. Der Haken: Spermien überleben im weiblichen Körper bis zu 7 Tagen. Hast du 7 Tage vor dem Eisprung Sex, ist eine Schwangerschaft möglich. Manche ovulieren kurz nach der Periode – dann kann auch Periodensex zu einer Schwangerschaft führen.\u003c\/p>

Viele denken auch, beim ersten Mal könne man nicht schwanger werden. Aus denselben Gründen stimmt das nicht. Passiert Sex nahe am Eisprung oder wenige Tage davor, kann es passieren.\u003c\/p>

8. Von Analsex wird man nicht schwanger\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Technisch stimmt das – die Gebärmutter ist nicht mit dem Anus verbunden. Wird aber ungeschützter Analsex praktiziert und Sperma läuft heraus oder wird in der Nähe der Vagina ejakuliert und gelangt in die Vagina, ist eine Schwangerschaft möglich.\u003c\/p>

Unabhängig davon sind Kondome beim Analsex dringend empfohlen. Denn das STI‑Risiko ist höher als bei anderen Sexualpraktiken.\u003c\/p>

9. Vom Sperma‑Schlucken wird man schwanger\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Mythos. Verdauungstrakt und Gebärmutter/Vagina sind nicht verbunden – null Chance auf Schwangerschaft durchs Schlucken.\u003c\/p>

10. „Rausziehen“ reicht als Verhütung\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Der Coitus interruptus ist sehr unzuverlässig. Statistisch wird jede fünfte Frau innerhalb eines Jahres schwanger, wenn sie sich darauf verlässt. Einmal zu spät – und das war’s.\u003c\/p>

Außerdem gibt es Präejakulat – eine Flüssigkeit, die vor dem Orgasmus Spermien enthalten kann. Treffen sie auf eine Eizelle, ist Befruchtung möglich.\u003c\/p>

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11. Eine Vagina leiert aus, wenn eine Frau viele Partner hat\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Wusstest du, dass die Vagina sogar nach einer Geburt wieder in den Ausgangszustand zurückkehrt? Sie ist dafür gemacht, sich zu dehnen und wieder zu kontrahieren.\u003c\/p>

Viele Partner lassen sie nicht ausleiern – selbst wenn einer sehr gut bestückt ist. Sie kehrt schnell zurück, und der nächste Partner merkt keinen Unterschied.\u003c\/p>

Hinweis: Bei Erregung verlängert und weitet sich die Vagina – und befeuchtet. Eine „enge“ Vagina bedeutet oft: Sie ist nicht erregt. Fühlt sich eine Partnerin sehr eng an, sorgt für mehr Vorspiel, achtet auf Entspannung und nutzt Gleitgel, wenn nötig.\u003c\/p>

Wenn du nicht dafür sorgst, dass sie Sex mit dir genießt, wird sie immer weniger wollen.\u003c\/p>

12. Kommt eine Frau nicht, ist der Partner unfähig\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Der Orgasmus einer Frau hängt oft nicht nur von der Stimulation ab, sondern von ihrem Kopf. Ist sie gestresst oder besorgt, kann der Partner alles „richtig“ machen – und es klappt dennoch nicht.\u003c\/p>

Auch bestimmte Medikamente und manchmal hormonelle Verhütung beeinflussen die Orgasmusfähigkeit.\u003c\/p>

Manchmal liegt es am fehlenden Wissen, dass die Klitoris für die meisten Orgasmen entscheidend ist. Rund 75 % der Frauen brauchen klitorale Stimulation – Penetration alleine reicht oft nicht.\u003c\/p>

13. Wenn ein Mann Anales mag, ist er schwul\u003c\/strong>\u003c\/h2>

Schwul bist du, wenn du dich zu Männern hingezogen fühlst. Bisexuell, wenn du Männer und Frauen magst. Wenn du Anales magst, heißt das, dass du weißt, was sich gut anfühlt. Es heißt definitiv nicht, dass du schwul bist.\u003c\/strong>\u003c\/p>

Im männlichen Anus liegt die Prostata – und die Prostata ist wie der männliche G‑Punkt.\u003c\/p>

Sie ist eine Sexualdrüse, die Orgasmen weit intensiver als üblich auslösen kann. Forschung deutet außerdem darauf hin, dass Prostatamassage das Risiko für Prostataprobleme und Erektionsstörungen im Alter senken kann. Regelmäßige Prostata‑Stimulation kann Teil deiner Gesundheitsvorsorge sein.\u003c\/p>