Vaginismus und Dilatoren 101
25. 10. 2022
Liebe und Sexualleben

Vaginismus und Dilatoren 101

Schon von Vaginismus gehört? Du willst wissen, was es ist und wie du es angehst? Wir klären Ursachen, was hilft – und was nicht!<\/p>

Schon mal von Vaginismus gehört? Fragst du dich, was das ist und wie man es überwindet? Heute sprechen wir darüber, warum es passiert, was hilft – und was nicht!

Du hast sicher schon von Dilatoren gehört. Sie werden oft von Menschen mit Vaginismus und von trans Frauen nach geschlechtsangleichenden Operationen verwendet. Sie sind ein großartiges Tool, um schmerzhafte oder unmögliche Penetration zu erleichtern.

Was ist Vaginismus?

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Vaginismus ist ein unwillkürlicher Krampf der Beckenbodenmuskulatur rund um den Scheideneingang. Dieser Krampf kann jegliche Penetration blockieren oder extrem schmerzhaft machen. Viele Betroffene können nicht einmal Tampons nutzen.

Ursachen von Vaginismus

Das Wichtigste, wenn du betroffen bist: Es ist nicht deine Schuld – und es ist vollständig behandelbar!

Die Krämpfe passieren unbewusst und fallen oft erst auf, wenn du etwas einführen möchtest. Es gibt viele Ursachen – sowohl körperliche als auch psychische.

Körperliche Ursachen

  • Verschiedene gesundheitliche Probleme: Harnwegsinfekte, Pilzinfektionen, Tumore usw.
  • Vaginismus kann im Zuge der Menopause auftreten. Hormonelle Veränderungen können zu Trockenheit oder Atrophie der Vagina führen, was Vaginismus auslösen kann.
  • Er kann einer traumatischen Geburt oder anderen traumatischen Erlebnissen folgen, z. B. sexuellen Übergriffen.
  • Eine weitere Ursache kann eine negative sexuelle Erfahrung sein – etwa zu wenig Vorspiel oder Penetration, bevor die Vagina bereit und benetzt war.

    Psychische Ursachen

    • Häufig ist Angst vor Geschlechtsverkehr, oft durch mangelhafte Sexualaufklärung. Junge Frauen hören oft, das erste Mal sei schmerzhaft und blutig – und dann wird es das oft auch, nicht weil es normal ist, sondern weil niemand erklärt hat, wie man es verhindert.
    • Vaginismus kann auch plötzlich auftreten, obwohl vorher alles gut war – oft im Zusammenhang mit Vertrauensproblemen in der Beziehung oder Missbrauch.
    • Manchmal gibt es keine klare körperliche oder psychische Ursache. Es passiert einfach.

      Wie wird Vaginismus behandelt?

      dilatorji za vaginizem

      Vaginismus ist vergleichbar mit Erektionsstörungen bei Männern. Der Unterschied: Es gibt viele Tabletten gegen ED, während es nichts gibt, das Vaginismus „weg betäubt“.

      Manche versuchen Betäubungscremes oder ‑sprays, aber das funktioniert leider nicht. Sie betäuben nur die Haut, du spürst dort weniger. Beim Vaginismus sind die Muskeln angespannt – Cremes entspannen sie nicht, Penetration bleibt schmerzhaft.

      Am besten hilft eine Kombination aus Psychotherapie und Dilatoren. Dilatoren dehnen den Scheideneingang schrittweise, während die Therapie die Ursache angeht.

      Denk daran: Vaginismus ist behandelbar! Dilatoren wirken sehr gut, auch wenn die Ergebnisse nicht über Nacht kommen.

      Wie benutzt man Dilatoren?

        • Dilatoren kommen im Set mit mehreren Größen. Starte mit der kleinsten und steigere die Größe, sobald du sie bequem einführen kannst.
        • Wasche deinen Dilator vor und nach der Nutzung mit milder Seife und lauwarmem Wasser.
        • Trage reichlich Gleitgel auf Wasserbasis auf den Dilator und den Scheideneingang auf.
        • Führe langsam und leicht zum Rücken geneigt ein. Atme beim Einführen aus – dadurch entspannen die Muskeln etwas.
        • Niemals mit Gewalt einführen. Wenn du Widerstand spürst, stoppe. Das ist okay – versuche es später oder beim nächsten Mal erneut.
        • Du kannst Größen abwechseln. Starte mit der größeren und wechsle auf die kleinere, wenn sie nicht ganz hinein will.
        • Kegel‑Übungen können ebenfalls beim Entspannen helfen. Mach ein paar Kegels und versuche dann, den Dilator vollständig einzuführen – entspannte Muskeln machen es leichter.
        • Ist der Dilator drin, bewege ihn – rein und raus oder in sanften Kreisen. Das dehnt die Vagina und bereitet dich auf die nächste Größe vor. Mach das mindestens 5–10 Minuten.
        • Ziel ist es, die größte Größe ohne Unbehagen oder Schmerzen zu nutzen. 3–4‑mal pro Woche verwenden, mit einem Ruhetag nach jeder Session. Frag deinen Gyn, aber in der Regel wird tägliche Nutzung nicht empfohlen.